Pädagogisches Konzept und Grundlagen

Religionspädagogische Praxis (RPP)

Die „Religionspädagogische Praxis“ ist ein ganzheitliches Erziehungskonzept nach Sr. Esther Kaufmann und Franz Kett, das Bildung, Erziehung und Sozialisation von Kindern integrativ umsetzt. Sie ist eine Beziehungspädagogik, die als Weg einer ganzheitlichen Suche und Glaubensfindung verstanden wird, den Erziehende und Erzieher gemeinsam gehen. Wir wollen die Kinder unterstützen, mit der Welt in Beziehung zu treten, Beziehungen zu finden zu anderen, sich selbst und im Verborgenen zu Gott. Mensch werden wir durch und in Beziehung zur Welt. Dabei ist die religiöse Erziehung grundlegender Bestandteil aller Überlegungen.

In der Praxis heißt das, die Erfahrungsfelder zu bedenken, die für die Kinder relevant sind und dann in kleinen Schritten die Lernprozesse mit den Kindern zu gestalten und zu entwickeln. Der Erfahrungsprozess zeichnet sich in einzelnen Erfahrungsfeldern ab, die den Kindern bereits bekannt sind oder erst im Prozess von Bildung und Erziehung entdeckt und erschlossen werden. Die Erfahrungen erweitern sich, werden dichter, tiefer und bereichern dadurch das kindliche Erleben und Erkennen.

Auf diesem Erfahrungsweg erschließen sich dem Kind verschiedene Ebenen von Wirklichkeit. Es setzt sich mit seiner Umwelt auseinander, betrachtet und begreift, was es umgibt. Es entdeckt die äußere Wirklichkeit, die so genannte reale Welt. Es begegnet anderen Kindern in einer Gruppe und erlebt dabei den Reichtum gemeinsamer Erfahrungen. Es begegnet einer Gruppenwirklichkeit, die es als Individuum für sich alleine nicht entdecken könnte. In all diesen Erfahrungen lernt es, in sich selbst zu Hause zu sein, in sich selbst eine Wirklichkeit zu entdecken, die eine innere Wirklichkeit genannt wird. Schließlich deutet es, was ihm begegnet, es sucht einen Sinn für sich und das Ganze, zu dem es gehört. Es fragt nach dem Größeren, Sinngebenden. Es entdeckt Transzendentes, Heiliges. Es erfährt eine Wirklichkeit Gottes, die wir Menschen oft nur erahnen können.

Aus: RPP Heft Nr. 2006/2

Montessoripädagogik

Als eine zweite Säule unseres Konzeptes fließt in allem auch die Pädagogik von Maria Montessori mit ein. Maria Montessori war einmal von einem Kind gebeten worden: “Hilf mir, es selbst zu tun!“ Dieser Satz beinhaltet genau das, was Montessori in ihrer Erziehung wollte. Sie wollte den Kindern Hilfe zum Leben geben. Die kindliche Entwicklung zielt von Anfang an auf Selbständigkeit. Schritt für Schritt lernt das Kind, sich aus der Abhängigkeit des Erwachsenen zu lösen, um eigenständig zu denken, zu handeln und sich zu einer freien, selbständigen Persönlichkeit zu entfalten. Der Erwachsene hat nicht nach der überlegenen Art eines mächtigen Erziehers zu trachten, sondern er muss dem Kind eine Umgebung schaffen, die seiner Aktivität angepasst ist, damit es – Herr in dieser Umgebung – sich frei entwickeln kann. Um die Außenwelt kennen zu lernen und sich in ihr zu Recht zu finden, bedarf das Kind einer Ordnung, die einen Teil seines Lebens ausmacht und die es verteidigt, wo es nur kann.

Erziehung heißt für uns, der psychischen und physischen Entwicklung des Kindes Raum zu geben, das Kind zu schützen und zu pflegen. So wie sein Körper in Intervallen wächst und sich entwickelt, so wächst auch seine Persönlichkeit in Perioden bestimmter Sensibilität (Sensible Phasen).

Heilpädagogik

Heilpädagogik beschäftigt sich mit Menschen, deren Entwicklung unter erschwerten Bedingungen verläuft oder als solche gesehen und empfunden wird. Heilpädagogik versucht, Erschwernisse in ihren Zusammenhängen zu erkennen, zu deuten, zu erklären und zu verändern. Sie geht von einem ganzheitlichen, personalen Menschenbild aus.

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